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Vom Donau-Sängerkreis zum Chorverband Kreis Dillingen

Anfang des 19. Jahrhunderts gründeten sich in Deutschland viele Chöre. Beweggrund war wohl die vom Komponisten Karl Friedrich Zelter ins Leben gerufene Singakademie „Liedertafel“ in Berlin. So bildeten sich in vielen Orten Liedertafeln, in Süddeutschland dann sehr bald „Liederkränze“.
Beim Sängertag im September 1862 gründete sich in Coburg der Deutsche Sängerbund, an dem der im gleichen Jahr gegründete Schwäbisch-Bayerische Sängerbund bereits teilnahm.

1855 wurde in unserem Landkreis in Gundelfingen der erste Gesangverein gegründet. Ihm folgten 1856 die Sänger in Dillingen, 1859 in Höchstädt und 1874 in Lauingen. Ein Jahr später veranstalteten die Sangesbrüder ein „Gau-Sängerfest“ in Lauingen, an dem die Vereine aus Donauwörth, Gundelfingen, Höchstädt und Lauingen teilnahmen.

Die Gesangvereine aus den damaligen Bezirksämtern Dillingen-Wertingen und Günzburg schlossen sich 1894 zum Donausängerkreis zusammen und wurden Mitglied im Schwäbisch-Bayerischen Sängerbund. Das erste Sängertreffen des Donausängerkreises fand am 26. August 1894 in der Lauinger Turnhalle statt.

Bis zum ersten Weltkrieg entstanden an vielen Orten Gesangvereine, deren Aktivitäten durch diesen Krieg zum Erliegen kamen. Erst am 24. Februar 1923 fand auf Einladung des Sängervereins Dillingen eine Zusammenkunft von 20 Vertretern sämtlicher Gesangvereine des Bezirks Dillingen statt, um den Verband wieder aufleben zu lassen. Als Donau-Gau fand dann am 24. Juni 1923 der Sängertag statt, an dem über 300 Sänger versammelt waren und ihre Sangeskunst bewiesen.

In den folgenden Jahren entwickelte sich der Donausängergau zu einer großen Gemeinschaft der Gesangvereine. 1932 waren in 20 Vereinen 482 Sänger und 43 Sängerinnen gesanglich aktiv. Bereits 1935 zählte der Kreis 35 Vereine mit 864 Aktiven.

In der Versammlung am 9. Dezember 1933 wurde der bisherige Name des Donausängergaues dann in Donausängerkreis umgeändert. Jeder Gesangverein war verpflichtet, Mitglied im Deutschen Sängerbund zu werden.

Der staatlich eingeführte Deutsche Liedertag wurde jährlich an vielen Orten begangen. Sängerwettstreite schaffte man ab, dafür gab es nun Wertungssingen.
1939 fand die Chorarbeit ein jähes Ende.

 Die Wiederaufnahme des Donausängerkreises ging 1949 erneut von Dillingen aus. Anlass dazu war die Gründung des Schwäbisch-Bayerischen Sängerbundes in Augsburg. Bei der Zusammenkunft am 26. November 1949 wurde auch die neue Satzung des Donausängerkreises beschlossen und der Beitritt in den Kreis war für die Landkreischöre wieder freiwillig. Das erste Sängerfest nach dem Krieg fand am 29. Mai 1950 in Weisingen statt und 1951 beteiligte sich der Donausängerkreis beim ersten deutschen Bundessängerfest in Mainz.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Chormusik im Landkreis sehr erfreulich. 1987 existierten 19 Männerchöre, 17 gemischte Chöre, 3 Frauenchöre und 5 Kinder- und Jugendchöre in 30m Chorvereinigungen mit insgesamt 1.160 aktiven Sängerinnen und Sängern. Diese umfangreiche und vielgestaltige Zusammensetzung der Chorvereinigungen führte dazu, dass der Verein nun in Chorverband Kreis Dillingen umbenannt wurde.